Gangsicherheit – Mobilität – Sturzprävention

Werner Mathis

Geuensee nimmt «Regionales Altersleitbild Sursee» ernst
Die Gemeinde Geuensee, die Gruppe «Aktive Senioren Geuensee» und die SPITEX Geuensee haben gemeinsam ein Angebot für einen Schnupperkurs in Dalcroze-Rhythmik ins Programm des «Cafe Balance» aufgenommen. Gemeinderätin Alexandra Stocker meint dazu: «Wir sind sehr überrascht über das grosse Interesse an der Informationsveranstaltung und die aktive Beteiligung von Senioren an den Kursnachmittagen.»

«Für die Gemeinde Geuensee ist es ein Glücksfall, dass über die Gemeindegrenzen hinweg das «Regionale Altersleitbild Sursee» entwickelt wurde. Denn es ist von grosser Bedeutung und zukunftsorientiert, dass die Gemeinden in den nächsten Jahren die Schwerpunkte der Alterspolitik miteinander setzen und koordinieren», ist Alexandra Stocker, Gemeinderätin und verantwortlich für Soziale Wohlfahrt, überzeugt. Denn so können wertvolle Ressourcen in den verschiedenen Gemeinden genutzt und ausgetauscht werden. Es sei für den Gemeinderat Geuensee klar gewesen, dass mit dem Leitbild die Arbeit längst nicht abgeschlossen ist und dass konkrete Massnahmen folgen müssen. Alexandra Stocker erinnert: «Zum vorneherein suchten wir mit der Gruppe «Aktive Senioren Geuensee» und der SPITEX Geunsee den Kontakt, um die Aktivitäten zu koordinieren.» 

Schnupperkurs in Dalcroze-Rhythmik weckte Interesse
Die Massnahme «Förderung der Gesundheit in der Region» habe die Gemeinderätin überzeugt, und so fiel die Wahl auf das Projekt «Gangsicherheit – Mobilität – Sturzprävention». Gemeinsam mit der Gruppe «Aktive Senioren Geuensee» wurde ein Angebot für einen Schnupperkurs in Dalcroze-Rhythmik ins Programm des «Cafe Balance» aufgenommen. «Wir waren schon über das grosse Interesse an der Informationsveranstaltung überrascht. Das zeigt, dass bei den Senioren in Geuensee das Bewusstsein für aktive Bewegung und Geselligkeit im Alter aktuell und gross ist», gibt sich Alexandra Stocker überzeugt. Unter der Leitung von Diana Wyss, dipl. Rhythmiklehrerin, werden bis im Februar fünf Kursnachmittag angeboten und diese sind sehr gut besucht.

Junge Seniorinnen und Senioren einladen
Die Gemeinderätin ist an einer Weiterführung interessiert und meint dazu: «Es ist die Aufgabe der Gemeinde mit den Beteiligten eine Lösung zu finden, dass das Angebot weiterhin sichergestellt und finanziert werden kann, denn momentan beteiligt sich der Kanton an den Kosten.» 

Alexandra Stocker ist es ein Anliegen, dass vor allem auch junge Seniorinnen und Senioren vermehrt eingeladen und motiviert werden, ihre Erfahrungen und Kenntnisse einzubringen und mit andern Menschen zu teilen. Sie erinnert sich: «Wir haben einige Beispiele in Geuensee, die in diese Richtung gehen, wie das Angebot von einer Seniorin im Quartier zu einem Mittagstisch einzuladen oder Senioren, die für Asylsuchende Deutschkurse anbieten.» Denn für Alexandra Stocker ist klar, dass es für das Leben in der Gemeinde ein Gewinn ist, wenn Menschen, die sich pensionieren in der Senioren- und Generationenarbeit engagieren.

Seniorinnen und Senioren gestalten aktiv und engagiert mit
Für die Gemeinderätin hat das «Regionale Altersleitbild Sursee» einiges in Bewegung gebracht und die gemeinsame Ausgestaltung und Arbeit vor Ort muss weitergehen. Mit Blick in die Zukunft meint sie aber: «Der Ausbau des Netzwerkes in der Region Sursee, das Schaffen von Beratungsmöglichkeiten, der Aufbau von Notfall- und Überbrückungspflege oder ein Kompetenzzentrum für Demenz, das sind nur einige wichtige Themen, die uns in Zukunft beschäftigen und die wir nur gemeinsam lösen können.»   

Aber auch in Geuensee wird bereits über das nächste Projekt Dorf- und Quartierrundgänge in der Gemeinde nachgedacht. Schmunzelnd ergänzt Alexandra Stocker: «Der Präsident der aktiven Senioren, Sepp Theiler, ist bereits aktiv geworden.» Denn er habe in seinem Wohnquartier bereits einen Rundgang organisiert. Abschliessend fügt sie bei: «Eigentlich ist es genau das, was wir uns wünschen, Seniorinnen und Senioren, die aktiv und engagiert mitgestalten und Aktionen initiieren.»

Hinweis der Redaktion: «Café Balance» ist ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Kantonalen Aktionsprogramm Gesundheit im Alter und Pro Senectute Kanton Luzern mit finanzieller Unterstützung der Gesundheitsförderung Schweiz.